Phytoöstrogene in Leinsamen – natürliche Helfer gegen Krebs

„Eine Chemo ist Ihre beste Chance“ – das bekommen viele Menschen zu hören, wenn bei ihnen Krebs diagnostiziert wird. Über die Wirksamkeit und den Sinn dieser Chemiebombe streiten sich die Geister. Dass es auch sanftere Methoden gibt, um gegen Krebs vorzugehen, zeigen Studien: Phytoöstrogene sind das Stichwort und hier besonders die Lignane. Die haben eine ganze Menge drauf.

Phytoöstrogene – Wirkung und Vorkommen

Lignane gehören als sekundäre Pflanzenstoffe zur Gruppe der Polyphenole. Sie ähneln Ballaststoffen und werden meist zu den Phytoöstrogenen gezählt. Phyto steht für pflanzlich und Östrogene sind weibliche Sexualhormone. Östrogene werden aber auch im männlichen Körper produziert.

Phytoöstrogene haben östrogenähnliche Eigenschaften und sind in der Lage, im Körper an den notwendigen Stellen, den sogenannten Östrogenrezeptoren, anzudocken, um dort ähnliche Wirkungen wie Östrogene zu entfalten.

Lignane sind in den Zellen bestimmter Pflanzen enthalten:

• Obst und Gemüse wie Spargel und Brokkoli
• Hülsenfrüchte und Nüsse
• „Exoten“ wie Schisandra oder sibirischem Ginseng
• Getreide wie Roggen, Weizen, Gerste und Hafer
• Pseudogetreide wie Hirse oder Buchweizen
• Samen wie Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne und Leinsamen.

Besonders reich an Lignanen ist der Leinsamen. Er enthält im Vergleich zu anderen Quellen etwa das 100- bis 800-Fache davon. In 100 Gramm Leinsamen sind beeindruckende 370.000 Mikrogramm Lignane enthalten.

Zwei Studien – ein positives Ergebnis

Wegen der großen Menge von Phytoöstrogenen in Leinsamen können diese besonders positiv bei hormonell-basierten Krebsarten wirken. Außerdem sind in Leinsamen weitere Substanzen enthalten, die bestimmte Östrogenrezeptoren binden. Dadurch halten sie schädliche Östrogene aus Pestiziden, Arzneimitteln, Weichmachern, Kosmetika u.a., die sogar Krebs auslösen können, davon ab, dass sie sich im Körper andocken.

Beispielhaft zwei Studien zu Leinsamen und Krebs:

  • Zuerst kommen wir zu einer „Muffintherapie“ – ja, du hast richtig gelesen. Bei der Studie der Uni Toronto im Jahr 2005 wurden Muffins benutzt: Eine Gruppe der Brustkrebspatientinnen aß jeden Tag einen Leinsamen-Muffin, die anderen futterten jeweils einmal täglich einen Placebo-Muffin. Das Ganze lief etwas länger als einen Monat. In dieser Zeit beobachteten die Forscher eine Zunahme des programmierten Zelltodes der Krebszellen bei der ersten Gruppe und schlussfolgerten: Leinsaat hat das Potential, Brustkrebs zu reduzieren – und zwar bei einer täglichen Menge von 25 Gramm.1
  • Auch bei Prostatakrebs können Lignane hilfreich sein. Das zeigte u.a. eine Studie der Uni Texas aus dem Jahr 2008. Über einen Zeitraum von 30 Tagen aßen Patienten noch vor ihrer OP Leinsamen. Es sanken Cholesterinspiegel, Testosteronlevel (und zwar ohne Einschränkung von Potenz und Libido) sowie die PSA-Werte. Außerdem stellten die Wissenschaftler fest, dass sich die Krebszellen nicht mehr so schnell teilten. Daraus schlossen die Forscher, dass Leinsamen mit biologischen Veränderungen verbunden seien, die zum Schutz vor Prostatakrebs beitragen.2

So können wir also festhalten, dass aufgrund der in großer Menge enthaltenen Phytoöstrogene in Leinsamen diese begleitend bei einer ganzheitlichen Krebstherapie sinnvoll sind – sowohl bei Brustkrebs als auch bei Prostatakrebs.

Lignane haben’s einfach drauf

Die Phytoöstrogene im Leinsamen namens Lignane haben noch einiges mehr für deine Gesundheit zu bieten:

  • So besitzen sie antioxidative Wirkungen. Das hat nicht nur schützende Auswirkungen auf die Krebsbildung, sondern beugt beispielsweise auch vorzeitiger Alterung vor.
  • Sie reduzieren Symptome infolge von Östrogenmangel wie Hautveränderungen, trockene Haut, Oberlippenfältchen, dünner werdendes Haar oder andere typische „Alterserscheinungen.“
  • Auch Östrogenüberschuss kann Symptome auslösen, die von den Lignanen abgefangen werden. Dazu gehören Migräne, Kopfschmerzen, Hitzewallungen, Wassereinlagerungen, Gelenkschmerzen, Depressionen oder Osteoporose.
  • Lignane können auch bei Schilddrüsenproblemen und Krankheiten, die darauf zurückzuführen sind, helfen.
  • Phytoöstrogene können auch den männlichen Hormonhaushalt harmonisieren und ausbalancieren, indem sie bei einem möglichen Mangel die Östrogenkonzentration anheben.

Leinsamen – möglichst täglich und gemahlen

Nun weißt du also, welche gesundheitlichen Effekte die Phytoöstrogene in Leinsamen haben – ob du bereits unter Beschwerden oder Krankheiten leidest oder diesen vorbeugen willst. Iss also viel Leinsamen und du kannst sicher sein, dass du etwas für Gesundheit und Wohlbefinden tust. In Zusammenhang mit Lignanen solltest du Leinsamen sogar möglichst täglich essen. Denn diese Substanzen baut der Körper innerhalb von 24 bis 48 Stunden wieder ab.

Hinzu kommt, dass du die Leinsamen vor dem Verzehr fein mahlen oder mit dem Mixer zerkleinern solltest. Die ganzen Samen würden zwar die Verdauung anregen, weil sie im Darm aufquellen, allerdings würden sie nahezu unverändert – und zwar samt der wertvollen Lignane – wieder ausgeschieden werden.

Du kannst die gemahlenen Leinsamen beispielsweise ins Müsli, Joghurt oder Quark rühren oder in den Smoothie geben.

1 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15897583
2 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19064574

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